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Geräteprofil pflegen

Ein Geräteprofil enthält verschiedene Aspekte für den Zugriff auf eine lokale DVB Hardware. Hier wird erläutert, wie diese Zuordnung zu einer Hardware erfolgt und welche Feineinstellungen möglich sind. Die Pflege beginnt immer mit der Auswahl der entsprechenden Operation im Administrations- und Konfigurationswerkzeug, das über die DVB.NET Programmgruppe aufgerufen werden kann.

Nach der Auswahl eines Geräteprofils wird die Zuordnung einer DVB Hardware angeboten. Dabei ist es zuerst einmal notwendig, eine DVB.NET Hardwareabstraktion auszuwählen. DVB.NET 3.9 verwendet zum Zugriff auf DVB Hardware ausschliesslich die Implementierung der Vorgängerversion 3.5 - erst mit Version 4.0 wird es eine vollständige Umstellung geben. Daher wird für die Art des Gerätes nur eine einzige Auswahl angeboten.

Die dann darunter angebotene Auswahl der DVB Hardware ist möglicherweise schon aus der Profilverwaltung der Vorgängerversionen bekannt. Hier wird in einem ersten Schritt das zu verwendende Gerät ausgewählt, wobei allerdings nur für wenige Geräte auch tatsächlich eine spezifische Implementierung angeboten wird. Eine dieser wenigen Ausnahme ist die Hauppauge Nexus (TechnoTrend Premium Line 2300).

Ist eine Auswahl erfolgt, so wird in der Liste darunter angezeigt, welche tatsächlichen Geräte von der Auswahl auch erfasst werden. Diese Liste dient zur reinen Informationen, eine Auswahl darin ist bedeutungslos und wird ignoriert.

Moderne DVB Karten unterstützen heute den von Microsoft definierten de facto Standard BDA (Broadcast Driver Architecture) zum Zugriff auf die DVB Funktionalitäten an. Für DVB.NET wäre die zugehörige Auswahl Generic BDA Device - oder Generic BDA DVB-S Device with Standard DiSEqC für den Satellitenempfang, wenn mehrere Antennen über das DiSEqC Protokoll angesteuert werden und bekannt ist, dass die verwendete DVB Hardware dieses Protokoll über einen Standardmechanismus unterstützt, den einige Hersteller anbieten (Stichwort InputRange).

Je nach ausgewähltem Gerät können oder müssen nun weitere Einstellungen vorgenommen werden. Diese Einstellungen erscheinen in der Tabelle und werden durch einen Doppelklick auf die jeweilige Tabellenzeile individuell gepflegt. Verpflichtende Einträge sind dabei gelb hinterlegt - eine grüne Hinterlegung bezeichnet Voreinstellungen, die nicht verändert werden können.

Grundsätzlich sind die Einträge Tuner und Capture immer zu setzen, wenn sie in der Tabelle angezeigt werden. Sie legen fest, welche konkreten BDA Treiber das Geräteprofil verwenden soll und ordnen somit letztlich die zu verwendende DVB Hardware zu.

Da der BDA Standard weder zur DVB-S Ansteuerung mehrerer Antennen via DiSEqC noch zur grundsätzlichen Nutzung einer Entschlüsselung über ein CI (Common Interface) mit CAM (Common Access Module) Aussagen trifft, gibt es von verschiedenen Herstellern verschiedene Implementierungen, die gesondert angesprochen werden müssen. DVB.NET unterstützt diese Möglichkeiten leider nur für wenige Anbieter, aber mit etwas Glück ist die eigene DVB Hardware dabei. Für die Einstellungen werden die Parameter DiSEqCProvider und PayTVProvider verwendet. Bei Verwendung der spezialisierten Anbindungen an TechnoTrend Geräte (und deren Nachbauten) unter Umgehung der BDA Treiber sind diese Funktionalitäten bereits integriert.

Nur im Zusammenspiel mit dem VCR.NET Recording Service werden die Einstellungen WakeUpDevice und, je nach Gerät, ResetAfterWakeup genutzt. Einmal mit einem Windows Gerät belegt sorgen sie dafür, dass VCR.NET nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand und vor dem ersten Zugriff auf ein DVB Gerät dieses Windows Gerät reinitialisiert. Gerade einige Treiber aus dem Hause TechnoTrend zeigen sich da manchmal etwas träge, so dass eine Aufzeichnung ohne diese Einstellung auch schon mal fehlschlagen kann. Im reinen DVB.NET Betrieb werden die Einstellungen ignoriert.

Es gibt einige weitere Parameter, die nur von einigen speziellen Implementierungen angeboten werden:

  • Für die speziellen TechnoTrend Implementierungen die Auswahl einer bestimmten Hardware, wenn mehrere Geräte gleichen Typs im System vorhanden sind.
  • Ebenso für diese Implementierung die Aktivierung der Netzwerkintegration, die allerdings für den Einsatz von DSL via Satellit gedacht ist und Umfeld des DVB Empfangs eher selten Verwendung finden sollte.

 

Wenn eine DVB-S Hardware konfiguriert wird kann ganz unten festgelegt werden, ob DVB-S2 Quellgruppen (früher Transponder genannt) ignoriert werden sollen. Das macht Sinn, wenn in einem Rechner mehrere DVB Karten installiert sind, aber nicht alle DVB-S2 Empfang bieten. In meiner Installation wird etwa erst einmal eine Hauppauge Nova-S2 HD eingesetzt, die auch die Liste der Quellen enthält. Eine zusätzliche Hauppauge Nexus-S nutzt diese Quellen mit - im Dialog wäre das die zweite Auswahlliste von oben - und führte keine eigene Aktualisierung der Quellen (früher als Sendersuchlauf bekannt) durch. Da die Nexus keine DVB-S2 Quellgruppen empfangen kann, macht es auch keinen Sinn, die darauf ausgestrahlten Sender zur Auswahl anzubieten. Die Auswahl unten im Dialog sorgt dafür, dass die Liste der Quellen geeignet gefiltert wird.